MODUL 11 · Grundlagen des Fliegens
Propeller & Kräfte am Flugzeug
Du verstehst Steigung, Schlupf und Verstellpropeller, und welche vier Kräfte das Flugzeug im Gleichgewicht halten.
Worauf es ankommt
- Der Propeller ist ein rotierender Flügel: das Blatt ist verwunden, damit der effektive Anstellwinkel überall gleich bleibt.
- Geometrische Steigung (Theorie) − aerodynamische Steigung (tatsächlich) = SCHLUPF.
- Starre Latte: kleine Steigung = Start, große Steigung = Reise. Verstellpropeller (constant speed) = bester Wirkungsgrad überall.
- Linksdrehtendenzen beim rechtsdrehenden Propeller: Drehmoment, Propellerstrahl auf das Seitenleitwerk und P-Faktor.
- Horizontalflug-Gleichgewicht: Auftrieb = Gewicht, Vortrieb = Widerstand. Nach Motorausfall erzeugt der drehende Propeller WIDERSTAND.
Klein zieht an, groß läuft weit, der Verstellpropeller kann beides. Eigene Merkhilfe
- Geometrische und aerodynamische Steigung verwechseln
- Bei „größte Anfangsbeschleunigung" Verstellpropeller und kleine Steigung durcheinanderbringen
- Vergessen, dass ein windmühlender Propeller bremst
Das Lernvideo zu diesem Modul
Vertont, Modul 11 aus dem Sachgebiet Grundlagen des Fliegens. In der App läuft es auch ohne Netz.
So erklärt ExamWing
Eine Übungsfrage aus diesem Modul, mit der Begründung zu jeder Antwortmöglichkeit, auch zu den falschen. Genau das ist der Unterschied zum reinen Durchklicken eines Fragenkatalogs.
Ein Propellerblatt ist von der Nabe zur Spitze hin in sich verdreht (verwunden). Welcher physikalische Grund steckt dahinter?
- Die Blattspitze legt pro Umdrehung einen viel größeren Kreisumfang zurück und ist dadurch schneller; nur durch die Verwindung bleibt der effektive Anstellwinkel über die ganze Blattlänge etwa gleichRichtig: höhere Bahngeschwindigkeit außen erfordert kleineren Einstellwinkel, damit der effektive Anstellwinkel konstant bleibt.
- Die Verwindung verteilt das Gewicht des Blattes gleichmäßig und verhindert so Vibrationen im ReiseflugFalsch: die Verwindung ist eine aerodynamische Notwendigkeit, keine Massenauswuchtung gegen Vibrationen.
- Die Verwindung soll an der Spitze einen besonders großen Anstellwinkel erzeugen, weil dort die dünnere Luft das ausgleichen mussFalsch: ein extra großer Anstellwinkel an der Spitze würde dort zum Strömungsabriss führen; das Gegenteil ist der Fall.
- Die Verwindung sorgt dafür, dass der gesamte Schub konzentriert an der Nabe entsteht, wo das Material am stärksten istFalsch: Schub entsteht über die ganze Blattlänge verteilt, nicht konzentriert an der Nabe.
Quelle: Physikalisches Grundprinzip (Bahngeschwindigkeit u = omega x r am rotierenden Blatt)
Dieses Modul enthält in der App 7 Übungsfragen mit vollständiger Begründung, dazu Karteikarten, Fortschritt und Prüfungssimulation.
Kostenlos im Browser startenFachliche Grundlage: EASA Part-FCL mit den zugehörigen AMC und GM sowie die nationalen Veröffentlichungen. Eigene Formulierungen, keine Wiedergabe amtlicher Prüfungsfragen. Stand 2026-06-14.